Zentralchile: Fruchtbare Täler und Lebensfreude

Das Zentrum Chiles besteht aus einem langgestreckten Tal, das sich über 1.000 km von Norden nach Süden ausdehnt und 40 bis 80 km breit ist. Diese Region hat die größte Bevölkerungsdichte und dort liegen auch einige der größten Städte Chiles, wie Santiago, Valparaíso und Viña del Mar.

Santiago – Geschichte und Geschäfte

Die Hauptstadt ist das Zentrum der wirtschaftlichen Aktivität in Chile und auch das größte Ballungszentrum in Chile. Mit 6 Millionen Einwohnern leben mehr als ein Drittel aller Chilenen in der Hauptstadt. Das lebhafte Stadtzentrum Santiagos ist durch historische Gebäude geprägt, dort befindet sich auch der Regierungssitz „die Moneda“ und die Plaza de Armas. Die zentrale Achse Santiagos ist die Avenida Libertador Bernardo O’Higgins, die sich von West nach Ost durch die Stadt zieht, und die von den Einheimischen allgemein nur „Alameda“ genannt wird. Östlich des Zentrums liegen die modernen Geschäftsviertel Providencia, Vitacura und Las Condes, dort befinden sich auch die größten Einkaufszentren Santiagos, die Malls „Alto Las Condes“, „Parque Arauco“ und „La Dehesa“,  außerdem viele  internationale Hotels und bekannte Restaurants.

Das Barrio Bellavista ganz in der Nähe des Stadtzentrums gelegen, bietet einige besondere Attraktionen. Von der Aussichtsplattform des Hügels Cerro Bellavista, den man mittels Aufzug erreichen kann, hat man einen hervorragenden Blick über die Stadt, an heißen Tagen weht dort ein angenehmer kühler Wind. Unweit des Aufgangs zum Cerro Bellavista befindet sich eines der Häuser von Pablo Neruda, La Chascona, das über mehrere Ebenen in den Hügel hinein gebaut wurde. Eine Vielzahl von Kunsthandwerksläden, Bars und Restaurants  und Galerien befinden sich in diesem lebhaften Stadtteil, der auch eines der beliebtesten Ausgehviertel ist. Eine interessante Mischung von Kunsthandwerksgeschäften und Gastronomie befindet sich auch im Innenhof des „Patio Bellavista“ an der „Hauptstrasse“ des Viertels, der Pio Nono.  

 

Fruchtbare Täler - Obst und Wein aus Chile

Im Zentrum herrscht ein mediterranes Klima und die Temperaturen in Santiago schwanken zwischen 12° und 29°C im Januar und zwischen 3° und 15°C im Juli. Die Niederschläge konzentrieren sich im allgemeinen auf die Wintermonate von Mai bis August. In den großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht ist die Nähe der bis zu 7000 m hohen Anden spürbar, nach Sonnenuntergang kann es schnell recht kühl werden.

Die Vegetation in dieser Region ist vielfältiger als im Norden. Hier befinden sich neben zahlreichen Obstplantagen auch die Weinanbaugebiete. Das ideale Klima und die Lage zwischen Anden und Pazifik schaffen ein spezielles Klima, dass die Produktion erstklassiger, weltweit geschätzter Weine ermöglicht. So sollte man es sich nicht entgehen lassen, eines der zahlreichen Weingüter in Santiagos Umgebung zu besichtigen (Weintouren).

Valparaíso - kulturelle Metropole und Hafenstadt

Die Hafenstadt Valparaíso (kurz „Valpo“) 120 km nordöstlich von Santiago an einer weiten geschwungenen Bucht gelegen, besticht durch ihre Lage am Fuße der Küstenkordillere. Das Stadtbild ist einmalig, denn Valparaíso ist in Ober- und Unterstadt geteilt. Die farbenfrohen, an den Hängen übereinander gestaffelten Bauten, bilden einen starken Kontrast zur Hauptstadt Santiago, und zeigen auf den ersten Blick den ungewöhnlichen Charakter Valparaisos. Die in der ganzen Stadt verteilten Acensores (Schrägaufzüge), insgesamt sind es 15, erleichtern den Bewohnern gegen Zahlung einer kleinen Gebühr, den Aufstieg auf die einzelnen Hügel Valparaísos. Wenn sich der altersschwache Aufzug unter Knarren und Quietschen in Bewegung setzt, offenbart sich dem Besucher nach der Überwindung einiger Höhenmeter ein großartiger Blick über die Stadt.

Valparaíso

Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich am besten zu Fuß erleben, so z.B. das Museo de Cielo Abierto, Wandbilder von Künstlern, die im Gassengewirr des Cerro Bellavista zu finden sind. Oberhalb dieses Hügels befindet sich „La Sebastiana“,  ein weiteres Haus des Dichters Pablo Neruda, das besichtigt werden kann. Ein drittes, ebenfalls als Museum zugängliches Anwesen liegt in Isla Negra, ca. 50 km südlich von Valparaiso. Weitere Informationen zu Unterkünften, Gastronomie und Aktivitäten in Valparaíso finden Sie unter "Downloads".

Kathedrale

Strandleben in Zentralchile

Die Nachbarstadt Valparaísos, Viña del Mar (kurz Viña), in wenigen Minuten mit der neuen Metro zu erreichen, eignet sich perfekt für einen Strandurlaub oder einen Wochenendausflug von Santiago. Im chilenischen Sommer, von Dezember bis März tummeln sich hier sowohl Chilenen, als auch Reisende aus aller Herren Länder, in diesem Zeitraum findet hier auch Chiles größtes Musikfestival statt. Neben riesigen Hotels befindet sich hier auch ein bekanntes Kasino. Ein beachtliches Angebot an Boutiquen und Einkaufszentren bieten genügend Gelegenheit, das soeben gewonnene Geld wieder auszugeben. Nördlich von Viña liegen weitere schöne Strandbäder, wie das lebhafte Reñaca und ruhige gepflegte Orte wie Zapallar und Cachagua, in denen sich die Gesellschaft von Santiago in ihren exklusiven Sommerhäusern trifft. Außerdem gibt es auch pittoreske Fischerdörfer, wie z.B. Caleta Horcon, in denen viele kleine Restaurants ein reichhaltiges Angebot an Fisch und Meeresfrüchten darbieten.

Skifahren in den Anden

Nicht weit von Santiago befinden sich auch die bekanntesten chilenischen Skigebiete, z.B. Portillo und Valle Nevado, die vor dem Hintergrund der Sechstausender der Andenkette hervorragende Bedingungen für den Skisport bieten, die auch von internationalen Weltcup-Mannschaften aus Europa und USA zum Sommertraining genutzt werden.

 

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