Der Süden: Auf dem Weg nach Patagonien - Vulkane und Seen

Seen und Vulkane

Das Gebiet zwischen Temuco und Puerto Montt, das die Regionen Araukanien und Los Lagos (Seengebiet) umfasst, zeigt die Natur Chiles in ihrer ganzen Schönheit. Hier befinden sich zahlreiche Vulkane, große Seen und ausgedehnte Wälder, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Dieses Gebiet ist auch als erster Siedlungsort deutscher Einwanderer bekannt, die dort seit Mitte des 19. Jahrhunderts ansässig sind.

Villarica

Die Orte Pucón und Villarrica, zwischen dem See Villarrica und dem gleichnamigen Vulkan gelegen, sind auch bei Chilenen ein beliebtes Reiseziel. Die dort ansässigen Reiseveranstalter bieten ein vielfältiges Angebot an Ausflügen und Sportmöglichkeiten an. Die Besteigung des Vulkans mit anschließender Rutschpartie ins Tal lässt sich ebenso empfehlen wie ein Besuch des nahegelegenen Nationalparks oder eine Rafting-Tour. Zahlreiche Thermalquellen, die in die Landschaft eingebettet sind, bieten Entspannung und Wellnessangebote. Falls Sie in der Hauptsaison einen Aufenthalt in dieser Gegend planen, sollten Sie sich schon im Vorwege um eine Unterbringung bemühen, denn diese sind im chilenischen Sommer sehr begehrt, da das Seengebiet ein traditioneller Urlaubsort chilenischer Familien ist.

 

Llanquihue-See - Auf den Spuren deutscher Einwanderer

Ein weiteres bekanntes touristisches Zentrum des Seengebietes befindet sich weiter südlich in Puerto Varas am Ufer des Llanquihue-Sees, wenige Kilometer nördlich von Puerto Montt gelegen, dem wichtigsten Hafen der Region und Zentrum der chilenischen Fischindustrie. Die Umgebung des Llanquihue-Sees ermöglicht es auf den Spuren deutscher Einwanderer des 19.Jahrhunderts zu wandeln, z.B. im Museum von Frutillar.

Fjorde und Gletscher - die Carretera Austral

Von Puerto Montt aus gelangt man per Fähre in die unberührte Region des Aisén, auf die Insel Chiloé, und nach Puerto Natales. Verschiedene Kreuzfahrtlinien bieten ein- bis mehrtägige Touren in den chilenischen Fjorden an (Reisen im Land – Kreuzfahrten). Da es in Chile keine durchgehende Straßenverbindung bis zur südlichsten Region des Landes, Magallanes, gibt, erreicht man Südpatagonien nur über Argentinien. Die meisten Busverbindungen schlagen ab Osorno den Weg in Richtung Argentinien ein, um 36 Stunden später den chilenischen Teil Feuerlands zu erreichen. Abenteurer, die es vorziehen mit dem Auto auf chilenischer Seite in Richtung Süden zu fahren, können auf der Carretera Austral noch ca. 1000 km weiter südlich vordringen, bis nach Villa O‘Higgins. Die Straße, die erst seit den 80er Jahren die Region Aisén erschließt, bietet die Gelegenheit die Natur dieser vegetationsreichen Region in den zahlreichen Nationalparks zu erkunden.

Südlich von Coyhaique wird das chilenische Festland von zwei riesigen Eisfeldern durchtrennt, den so genannten „Campos de Hielo Norte y Sur“ (Nördliches und Südliches Eisfeld). Mit einer Länge von 350 km und einer Fläche von insgesamt 13.000 km² bilden sie das größte Eisfeld der südlichen Hemisphäre außerhalb der Antarktis. Hier setzt sich Chile nur noch aus der von einer Vielzahl kleinster Fjorde und Gletscher gespaltenen Landmasse zusammen.

Südpatagonien und Feuerland

Die südlichste Stadt des chilenischen Festlandes heißt Punta Arenas, der auf der Isla Navarino liegende chilenische Ort Puerto Williams liegt zwar noch südlicher, ist jedoch nur per Flugzeug oder Schiff zu erreichen. Die Hafenstadt Punta Arenas, direkt an der Magellanstraße gelegen, bietet Reisenden zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten in die nähere Umgebung. Hier herrscht reger Schiffsverkehr. Kreuzfahrtschiffe verkehren zwischen Punta Arenas und dem argentinischen Ushuaia. Mehrmals täglich legen Fähren in Richtung Feuerland mit dem Ziel Porvenir ab. Aber auch Tagesausflüge lassen sich mit einer Fahrt auf der Magellanstraße verbinden. So bietet die Isla Magdalena ein optimales Reiseziel, als einziger Ort an dem Magellan- und Humboldtpinguine aufeinandertreffen. Die Isla Magdalena bietet insgesamt ca. 120.000 Pinguinen ein Zuhause.

Der Torres del Paine - Nationalpark

250 km nordöstlich von Punta Arenas, über eine gut ausgebaute Straße erreichbar, liegt der Ort Puerto Natales. Dieser am Ufer eines weiten Fjordes gelegene Ort ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Besuch des weltbekannten Nationalparks „Torres del Paine“ und hat sich als Organisationszentrum für Unterkünfte, Ausrüstung und Transporte zum Park etabliert. Der Nationalpark „Torres del Paine“ ist aufgrund seiner bizarren Felsformationen weltbekannt, auf verschiedenen Trekkingrouten kann man die Hauptattraktionen des Nationalparks kennenlernen. Hierzu zählen neben dem Grey-Gletscher, einem Ausläufer des südlichen Eisfelds, den türkisfarbenen  Gletscherseen und den schwarzen Lagunen auch die „Cuernos del Paine“, die ca. 2500 Meter in die Höhe ragen und das Wahrzeichen des Nationalparks darstellen.

Die offizielle Webseite des Nationalparks Torres del Paine findet man unter www.pntp.cl  

Torres del Paine

Der Süden Chiles ist kühler als die anderen Regionen. Niederschläge, sowohl Regen als auch Schnee, sind über das ganze Jahr verteilt. Die Durchschnittstemperatur in Punta Arenas beträgt 7°C und starke Winde sind im Süden sehr verbreitet.

Weitere Informationen zum Süden Chiles auf diesen Webseiten.