Die Osterinsel

Die Osterinsel, von ihren Bewohnern Rapa Nui (Nabel der Welt) genannt, gehört zur Republik Chile und liegt im Pazifischen Ozean, 3.700 km vom chilenischen Festland entfernt. Die Insel ist 117 km² groß und wird von ca. 3.500 Personen bewohnt. Auf der abgelegenen Insel hat sich eine einzigartige Kultur entwickelt, die seit 1995 auch als Unesco-Weltkulturerbe gewürdigt wird.

Die Osterinsel ist vulkanischen Ursprungs und entstand durch drei unterseeische Vulkane. Die Insel bekam ihren Namen vom Niederländer Jacob Roggeveen, der die Insel als erster Europäer am Ostermontag 1722 entdeckte. Seit 1888 gehört die Insel zu Chile.

 

Osterinsel

 

Die Osterinsel ist vor allem durch ihr einzigartiges kulturelles und archäologisches Erbe bekannt. Vor allem die riesigen Steinstatuen, die Moai, faszinieren Besucher aus der ganzen Welt. Über die Erbauer der Steinfiguren ist sehr wenig bekannt. Man weiß nur, dass die Nachkommen der polynesischen Einwanderer diese Statuen zwischen 800 und 1600 errichtet haben. Mehr als 880 Statuen befinden sich auf der Insel. Die 3 bis 12 m hohen Steinfiguren stehen auf großen Grabstätten, die je 4 bis 6 Statuen stützen. Unter diesen befinden sich Grabkammern mit Gruppen- oder Einzelgräbern.

Osterinsel Detail

Die Osterinsel gehört kulturell zu Polynesien, ca. 70% der aktuellen Bevölkerung sind Nachkommen der Urbevölkerung, die restlichen 30% stellen Einwanderer vor allem vom chilenischen Festland.

Klima und Niederschläge

Klimatisch hat die Osterinsel mit Chile wenig gemeinsam. Auf Grund der starken Passatwinde ist es auf der Osterinsel das ganze Jahr über warm, die Temperaturen schwanken zwischen 24-28°C im Februar und 14-17°C im August. Der regenreichste Monat ist Mai. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Gräsern. Auf dem fruchtbaren Boden werden Kartoffeln, Zuckerrohr, Tabak und tropische Früchte angebaut. Hauptwasserquelle sind die Seen in den Vulkankratern, in denen sich das Regenwasser sammelt.

Kulturelle Tradition - Tapati Rapa Nui

Im Januar/Februar eines jeden Jahres findet das traditionelle Tapati – Fest statt, das traditionelle Kulturfest der Osterinsel. Dabei geht es darum, die neue „Reina Rapa Nui“, die Osterinsel Königin, zu krönen. Dazu müssen die Kandidatinnen verschiedene Wettkämpfe austragen, bei denen es die unterschiedlichsten Disziplinen von Tanzen über Singen bis hin zu Bananenschlitten-Rutschen und Körperbemalung zu gewinnen gilt. Dabei erhalten sie Unterstützung von erfahrenen Athleten und Experten, deren Stammeszugehörigkeit bestimmt, welcher Kandidatin sie helfen. Als Abschluss der zwei Wochen dauernden Festlichkeiten finden ein Straßenumzug und die Krönung der Siegerin statt.

Reisetipps

Weitere Informationen erhalten Sie auf der offiziellen Webseite der Handelskammer der Osterinsel unter www.visitrapanui.cl (Hotels, Autovermietungen und Agenturen).

Für die Osterinsel gelten dieselben Einreisebestimmungen wie für das chilenische Festland, mit dem einzigen Unterschied, dass für Reisende, die direkt aus Gelbfieber-Endemie-Gebieten einreisen (tropisches Südamerika) ein entsprechender Impfnachweis erforderlich ist.

Lan Airlines ist die einzige Fluggesellschaft, die Flüge zur Osterinsel anbietet. Der Flug dauert ca. 5 Stunden, pro Woche werden ca. 4-7 Flüge angeboten, einige der Maschinen fliegen nach Tahiti weiter. Es gibt verschiedene Tarife, auch direkt ab Deutschland, die Zwischenstopp in Santiago einschließen. Da besonders in der Hauptsaison (Januar/Februar) die Flüge gut ausgelastet sind ist eine rechzeitige Reservierung zu empfehlen. Informationen dazu unter www.lan.com.

 

Weitere Informationen zur Osterinsel auf diesen Webseiten.

 

Robinson Crusoe Inseln (Juan Fernández Archipel)

Der Juan Fernández Archipel liegt, etwa auf der Breite von Valaparaíso, 670 km vom chilenischen Festland entfernt und besteht aus drei Inseln. Bewohnt wird jedoch nur die 48 km² große Isla Robinson Crusoe. Wie die Osterinsel, sind auch die Robinson Crusoe Inseln vulkanischen Ursprungs. Aufgrund ihrer einzigartigen endemischen Vegetation und Tierwelt sind die Inseln seit 1935 Nationalpark und seit 1977 Welt-Biosphären-Reservat.

Den Namen Robinson Crusoe Inseln verdankt der Juan Fernández Archipel dem auf den Inseln ausgesetztem Seeman Alexander Silkirk, der später die Vorlage für Defoes Roman "Robinson Crusoe" lieferte.

Reisetipps

Die beste Besuchszeit ist der heiße und trockene Sommer, die Wintermonate sind regenreich.

Flüge werden von drei verschiedenen Gesellschaften angeboten. In den Sommermonaten gehen ca. fünf Flüge wochentlich, in den Wintermonaten ca. drei wöchentlich. Näheres unter der Rubrik "Unterwegs in Chile".
(Stand: Nov. 2009, da es sich teilweise um Charterverbindungen handelt, empfehlen wir, sich frühzeitig zu informieren).

Fährverbindungen zu den Inseln gibt es nicht, einmal im Monat verkehrt jedoch ein Versorgungsschiff, das auch Platz für einige Passagiere hat. (Infos unter www.navieradelsur.cl)